Das Projekt

Lernen ohne Lärm

Ein partizipatives Projekt zur Steigerung von Gesundheit und Wohlbefinden aufgrund 
von ruhiger Lernatmosphäre und angenehmem Leben in österreichischen Bildungseinrichtungen

 

Lärm (also Schall, der Betroffene stört oder sogar schädigt) ist in vielen Schulen und Kindergärten zu einer großen Gesundheitsbelastung geworden – für all jene, die dort arbeiten, genauso wie für Schülerinnen und Schüler. Im Rahmen des Projekts sollen Kinder und Jugendliche, PädagogInnen, weiteres Schulpersonal, SchulärztInnen und ArchitektInnen für die Lärmproblematik sensibilisiert werden. Außerdem sollen Beispiele ausgearbeitet werden, wie belastendes Lärmaufkommen in Schulen und Kindergärten durch raumakustische, organisatorische und soziale Optimierungsmaßnahmen verringert werden kann. 

SchülerInnenforschung als Möglichkeit zur Schulentwicklung

Herzstück des Projekts ist – nach einem Training des Schulteams durch die ExpertInnen des Umweltdachverbands, der AUVA, des Umwelt-Bildungs-Zentrum Steiermark sowie der Beratungsfirma „Wohlklang“ für Bau- und Raumakustik – die Phase der SchülerInnenforschung: Kinder und Jugendliche forschen mit Unterstützung ihrer PädagogInnen und ExpertInnen zu Ursachen und Wirkungen von Lärm. Dabei beschäftigen sie sich im Unterricht auf altersgerechte Art und Weise

 

 Physiologisches2x 60px

mit der Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung für Lärm als belastender Gesundheitsfaktor & mit biologischen und physikalischen Aspekten des Hörens

 Soziales2x 60px

mit sozialen Prozessen wie Kommunikations- und Konfliktsituationen

 Organisatorisches2x 60px

mit organisatorischen Prozessen wie Raumnutzung bei Gruppenarbeiten

 Bauliches2x 60px

mit Raum- und Bauakustik

 

Im Rahmen dieser Forschung entwickeln die SchülerInnen mit Lehrpersonen und der Schulleitung und unterstützt durch das Projektteam maßgeschneiderte Maßnahmen zur Verringerung der Lärmbelastung in der eigenen Schule und setzen diese um.

So sollen einerseits Gesundheit und Wohlbefinden der Kinder und Erwachsenen in den Projektschulen gesteigert werden, andererseits sollen Schlüsse gezogen werden, wie Sensibilisierungsmaßnahmen, organisatorische, soziale und raumakustische Maßnahmen dazu beitragen, allgemein den Alltag in österreichischen Bildungsinstitutionen leiser zu gestalten.

Von und miteinander lernen

Um die Ergebnisse über die Projektlaufzeit hinaus zu sichern, erstellt das Projektteam unter Berücksichtigung der Erfahrungen der teilnehmenden Schulen didaktische Materialien, die teilweise auf bereits bestehenden Unterlagen v.a. des Umwelt-Bildungs-Zentrum Steiermark und der AUVA aufbauen.

Das Projekt wird außerdem dazu genutzt, ein Informationsnetzwerk zur Sensibilisierung bezüglich Lärm in Österreich aufzubauen, um Bemühungen im Umwelt-, Gesundheits- und Bildungsbereich stärker zu bündeln. Das Erreichen einer breiten Öffentlichkeit ist folglich unabdingbar. Um dies zu gewährleisten, ist es erforderlich, dass auch die Schulen im Rahmen ihrer Möglichkeiten Öffentlichkeitsarbeit machen und eine Abschlussveranstaltung an ihrer Schule organisieren. Beim öffentlichkeitswirksamen österreichweiten Abschlusssymposium in Wien, organisiert von der Projektleitung, stellen die teilnehmenden Schulen ihre Projektergebnisse vor und feiern den gemeinsamen Projektabschluss.